Warum Schubladen dem Psychiater helfen

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#2 am 18.02.2021 von Anne Sabine Wilkens (Nichtmedizinischer Beruf)
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Gast
Und das ist die Diagnose für Psychiater: Warum können führende Psychiater nicht genug bekommen? »Und das DSM sprach: Es werde eine Störung.« -Kirk, Gomery und Cohen in Mad Science Ist ihr Verhalten nicht so bizarr, abnorm, sozial auffällig und schädlich für andere Menschen, dass es, wenn man der Denkweise der Psychiater folgt, legitim wäre, eine Diagnose dafür zu erfinden? Ein passender Name wäre »obsessive, zwanghafte Krankheitserfindungsstörung«, als Synonym würde sich »offensichtliches verbreitetes Streben nach Geld durch Diagnosen« eignen. Das diagnostische Kriterium könnte eine seit mindestens sechs Monaten andauernde Störung sein, die mindestens fünf der folgenden Symptome einschließt: 1. Erhielt in den letzten drei Jahren Geld von der Industrie. 2. Ist bereit, seinen Namen für von Ghostwritern verfasste Manuskripte herzugeben. 3. Glaubt, eine Diagnose könne nicht schaden. 4. Glaubt, Screening schade nicht, weil Medikamente keine Nebenwirkungen hätten. 5. Glaubt, dass bei Menschen mit psychiatrischen Störungen ein chemisches Ungleichgewicht vorliege. 6. Behauptet, Psychopharmaka seien wie Insulin bei Diabetes. 7. Glaubt, Depression und Schizophrenie zerstörten das Gehirn und Medikamente könnten das verhindern. 8. Glaubt, Antidepressiva schützten Kinder vor Suizid. 9. Glaubt, die Informationen der Pharmakonzerne seien nützlich. Ich bin Psychiatern begegnet, die ein Full House haben, bei denen also alle neun Kriterien erfüllt sind. Ich bin gegen Zwangsbehandlungen (siehe Kapitel 15), aber ich befürworte die erzwungene Pensionierung von Ärzten, die an diesem Syndrom leiden, um andere Menschen vor Schaden zu bewahren. Vielleicht glauben Sie nun, ich sei unfair zu den Psychiatern. Doch meine Kriterien sind sogar vernünftiger als jene im DSM-III für das oppositionelle Trotzverhalten bei Kindern: »Eine Störung, die seit mindestens sechs Monaten andauert, in denen mindestens fünf der folgenden Symptome vorliegen: 1. Verliert oft die Beherrschung. 2. Streitet oft mit Erwachsenen. 3. Verstößt oft aktiv gegen Forderungen oder Regeln von Erwachsenen oder wehrt sich dagegen. Beispiel: verweigert Hausarbeit. 4. Tut oft bewusst etwas, was andere ärgert. Beispiel: greift nach den Mützen anderer Kinder. 5. Macht oft andere für seine Fehler verantwortlich. 6. Ist oft reizbar oder ärgert sich oft über andere. 7. Ist oft wütend und nachtragend. 8. Ist oft boshaft und rachsüchtig. 9. Flucht oft oder benutzt obszöne Wörter.« Diese Kriterien sind völlig subjektiv und willkürlich und das Wort »oft« wird durchgehend verwendet. Wie oft ist »oft«? Viele Kinder erfüllen alle neun Kriterien, aber nur fünf sind für eine »Diagnose« erforderlich. Zu welchem Zweck? Soweit ich sehe, ist das ein ziemlich normales Verhalten. Ich bin mir sicher, dass Naivität, Ignoranz und der Drang, Gutes zu tun, bei dummen Diagnosen eine Rolle spielen. Aber es gibt auch eine dunklere Seite. Viele Autoren des DSM haben erhebliche Interessenkonflikte in Bezug auf die Pharmaindustrie und viele Diagnosen bedeuten Geld, Ruhm und Macht für Leute an der Spitze. Gøtzsche, Peter C.. Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen: Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen (German Edition) (S.38-39). Riva. Kindle-Version.
#1 am 22.01.2021 von Gast
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