Fernvisus

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Zur Untersuchung des Fernvisus sine correctione, also ohne Brillenkorrektur, wird das nicht untersuchte Auge abgedeckt und die Patientin aufgefordert, Zeilen von oben nach unten vorzulesen.
Die kleinste fehlerfrei gelesene Zeile ergibt den Fernvisus in diesem Fall 0,5. Nach einer erfolgten Refraktion wird der Fernvisus cum correctione, also mit Brillenkorrektur, ermittelt.
Bei stark eingeschränktem Sehvermögen wird die Sehfunktion folgendermaßen u?berpru?ft:

Die Patientin deckt das nicht untersuchte Auge dicht mit der Handfläche ab. Der Untersucher u?berpru?ft mit einem Lämpchen, ob Lichtempfinden vorhanden ist. Bei einem positiven Ergebnis wird das Vorhandensein von Lichtprojektion aus den 4 Hauptrichtungen (links, rechts, unten, oben) u?berpru?ft. Danach wird das Erkennen von Handbewegungen aus einer Entfernung von einem Meter
untersucht. Daraufhin wird das Fingerzählen ebenfalls aus einer Entfernung von einem Meter untersucht.
Wenn all dies erkannt wird, kann der so genannte 1-Meter-Visus ermittelt werden. In diesem Beispiel,
in dem die Patientin nur die erste Zeile fehlerfrei lesen kann, die normalerweise jemand mit einem Visus von 1,0 aus einer Entfernung von 30 Metern lesen kann, wäre der Visus 1/30.
2.2

Quelle: EyeExam/Medizinische Universität Wien

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