Was tun, wenn sich ein Patient in den Arzt verliebt?

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Wie reagiere ich als Arzt, wenn sich mein Patient in mich verliebt? Und was tun, wenn man sich als Arzt in eine Patientin verliebt? In diesem Video spricht Dr. med. Johannes Wimmer zum Thema und gibt Tipps, wie man eine solche Situation händeln kann.

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Gast
Lieber Johannes, so sehr ich deine Sendungen und Beiträge schätze, bei diesem Thema äußerst du dich genauso einseitig, unempathisch und klischeebehaftet wie jeder, der nichts über dieses Problem weiß. Selbst Akademikerin, mit schwerer Wirbelsäulendeformität, starkem Selbstwertverlust, arbeitslos, heftigsten Schmerzen durch Folgen eines Eingriffs, bin ich nach zwei Jahren Odyssee bei einem Arzt gelandet, der mir in kleinen Schritten wieder Hoffnung signalisierte. Er - verheiratet, erwachsene Kinder, ich - partnerlos, erwachsenes Kind... Nach einem Jahr begann er zu flirten, Berührungen, die zu sanft waren, Untersuchungen, die überflüssig waren, Anspielungen und Kommentare intimer Art... 7 Monate war ich gefangen zwischen Überraschung und Angst, das Tabu stand für mich über allem. Ich hatte keine Chance, nicht in meiner Situation, meinen Schmerzen, meiner Abhängigkeit und meiner Bedürftigkeit. Ich habe mich verliebt und 7 Monate gelitten, bis ich es ihm gestanden habe. Ja, er hat sich zurückgezogen, mich nicht mehr berührt, aber seine Fragen und Kommentare persönlichster Art blieben. Nur keine ehrliche Aussprache nach dem Warum (jedes Mal eine andere Antwort), nach einem Standpunkt, einer Haltung, einer Emotion... Ausklingen lassen? Abwiegeln? Freundlich abweisen? Wie du schon sagtest, eine Eindeutigkeit gab es nicht, und ich liebte ihn längst. Und dann? Depression, VT, nach gut einem Jahr in die Psychosomatik, danach Arztwechsel für knapp ein Jahr, aus Sehnsucht wieder zurück, Versuch eines entspannteren, freundlichen Umgangs miteinander, was mal gelang, mal nicht - Zuckerbrot und Peitsche - ich auf der Suche nach Antworten, er auf der Jagd nach Bewunderung - zwei Neurotiker unter sich, aber nur ich habe es auch reflektiert. Inzwischen habe ich auch noch zwei Jahre TP hinter mir, ein Kindheitstrauma herausgearbeitet, den Verstand wieder in Gang gesetzt, mich in einem schweren Verlustkampf auf die Vaterfigur in ihm konzentriert - er übrigens immer auf dem Stand meiner Therapie, aber ohne Verständnis für TP - und der Status quo? Verdammt nochmal, ich liebe den Mann noch immer, als was, in welcher Rolle... ich weiß es nicht. Ich betone ausdrücklich, dass unsere "Beziehung" stets nur rein platonisch war, aber innerhalb dessen SEHR hart an der Grenzüberschreitung. Er hat meine Defizite, mein Bedürfnis, meine Abhängigkeit und Hilflosigkeit ausgenutzt und sich äußerst fahrlässig verhalten. Gleichzeitig hat er mich dadurch gepushed, motiviert, war Vorbild und Idol. Und was bleibt für mich? Ein attraktiver, begehrenswerter, zehn Jahre älterer Mann, ein hervorragender, erfahrener Arzt, und als Mensch ein unempathischer, narzisstischer Macho, dem Seele und Emotionen seiner Patientin nicht egaler sein könnten! Und das Schlimmste ist, nicht einmal DAS kann ich mit Gewissheit sagen... Und so sitze ich weiterhin in der Falle ... und liebe... Und darum bitte ich dich, nicht so oberflächlich zu urteilen und der Diffamierung bzw. Stigmatisierung in einer solchen Situation das (Bildzeitungs-)Wort zu reden. Deine Erfahrungen mögen so gewesen sein - oder auch nicht - aber so einfach ist es selten! LG D.
#1 am 28.02.2019 von Gast
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