Was darf eine Pflegekraft im Notfall?

12 Wertungen (4.42 ø)
900 Aufrufe

Wir können sehr viel, leider dürfen wir nicht alles. Für jede Behandlung brauchen wir eine Anordnung. Ist das immer so? Was wenn der Patient droht zu versterben und kein Arzt vor Ort ist? Wir klären das heute. Das Video ist keine Rechtsberatung und Ihr seid immer noch selbst für euer Handeln verantwortlich.

Alle Rechte vorbehalten

• Das Video darf ohne die ausdrückliche Zustimmung des Autors weder kopiert noch verändert oder anderweitig genutzt werden.
Die maximale Zeichenanzahl für einen Kommentar beträgt 1000 Zeichen.
Die maximale Zeichenanzahl für ein Pseudonym beträgt 30 Zeichen.
Bitte füllen Sie das Kommentarfeld aus.
Bitte einen gültigen Kommentar eingeben!
Ich danke euch für die interessanten und kompetenten Kommentare! Es gibt leider Dogmen die viele Schüler ohne nachzudenken annehmen. Ich selbst gehörte früher auch dazu. 2 Liter Sauerstoff war für mich die Grenze, ob COPD oder nicht war egal. So hat es die Schule gesagt. Aber ich denke das mir kein Pflegepädagoge wiedersprechen wird wenn es bei Notfällen mehr mehr O2 sein muss. Ich finde den Schülern sollte die 2 Liter als unbedenklich vermittelt werden und nicht als Grenze. Wie bei allem was wir machen gilt: Beherrsche deine Komplikationen! Ich muss also die Symptome einer CO2 Narkose einschätzen können und rechtzeitig reagieren. Ein Atemstillstand setzt nicht sofort ein sondern vorher sehe ich andere Symptome eines CO2 Anstiegs. Viele wissen nicht warum das CO2 überhaupt ansteigt bei massiver O2-Therapie. Stichwort: hypoxisch pulmonale Vasokonstriktion und Haldane-Effekt. Danke nochmal für eure Kommentare.
#6 am 27.12.2016 von Pflege Kraft (InSite)
  0
Verantwortliches Handeln heißt: Die Konsequenzen des Handelns mit zu bedenken .... In diesem Beispiel der Sauerstoffverabreichung bei Atemnot muss ich als Pflegekraft sicherstellen, dass der Patient eng überwacht wird, ja eigentlich nicht alleine gelassen wird. Zuwendung und Ruhe sind angemessene Pflegemaßnahmen. Dabei kann ich die Auswirkung des Sauerstoffs beurteilen und eventuell die Zufuhr erhöhen oder abstellen. Ärztliches Personal wurde informiert und kann somit weitere Anordnungen treffen. Eine Richtlinie, zunächst 2l/min Sauerstoff zu verabreichen, verschafft einem unerfahrenen Kollegen erste Handlungskompetenz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
#5 am 26.12.2016 von Monika Lawler (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  0
Gast
Es ja schon fast peinlich, dass der Schülerin dieses Spannungsfeld aus Können-Wollen-Dürfen-Müssen zwischen hochwertiger Ausbildung, eigener Verantwortung, HeilPG/BtmG/StGB und unterlassener Hilfeleistung nicht nahe gebracht wurde, sondern auf eine solch dümmliche und falsche Aussage wie den 2l/min O2 gebracht wurde. Hier bestimmt grosser Interventionsbedarf an der "Bildungs"anstalt. Ein guter Leitspruch ist oft: "Mach wozu dich der Patient zwingt und unterlasse was du nicht kannst." Eine Patient mit einem bestehenden Oxygenierungsproblem (bei einem Pat. in einer kardiologischen Abteilung eines KH mit starker Atemnot ist hiervon wirklich auszugehen) braucht Sauerstoff. Damit bekommt er ihn, egal was irgend ein "Lehrer" behauptet was verboten ist (Ich kenne keinen Gesetzestext der 3l O2/min verbietet und falls Dienstanweisungen diesbezüglich existieren sind so unter geltenden deutschen Recht in nahezu jeder Situation nichtig.)
#4 am 26.12.2016 von Gast (Rettungssanitäter)
  0
Gast
Im übrigen ist die CO2-Narkose bei COPD-Patienten mit akuter Atemnot gröbster Schwachsinn, noch falscher ist sie bei Patienten mit regelrechter Atemregulation. (Ich rede hier nicht von eupnoeischen Patienten mit veränderter Atemregulation, sondern von Patienten die gerade ein massives Oxygenierungsproblem haben.)
#3 am 26.12.2016 (editiert) von Gast (Rettungssanitäter)
  0
Gast
Du MUSST deine Kompetenzen überschreiten? Steht das so im Gesetz? Und noch eine zweite Frage: Inwiefern ist beim COPD die Flussrate des Sauerstoffes der ausschlaggebende Faktor für eine CO2-Narkose?
#2 am 25.12.2016 von Gast
  0
Violetta
Danke, das gibt einem Selbstsicherheit. Uns wurde in der Schule direkt die Gefahr der CO2-Narkose eingetrichtert. Unabhängig davon, ob der Patient COPD hat oder nicht. Auf die Idee, das mal genauer zu hinterfragen, kommen wohl die wenigstens. In manchen Akutsituationen wünsche ich mir wirklich freier entscheiden zu können. Lieben Gruß
#1 am 16.12.2016 von Violetta (Gast)
  0
Operationsmitschnitte, Vorträge, Interviews oder andere medizinische Videos hochladen und mit Kollegen teilen.

Hochgeladen von