Mitralklappenrekonstruktion

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Der Mitralklappenapparat (Klappe zwischen dem linken Vorhof und dem linken Ventrikel) besteht aus dem vorderen (anterioren) und hinteren (posterioren) Mitralsegel, einem flexiblen Mitralring (Anulus), der die beiden Segel umgibt, und den beiden Papillarmuskeln, die ausgehend von der Ventrikelwand die beiden Segel aufspannen.

Eine Verengung der Klappe (Stenose) ist oft rheumatisch bedingt, die Ursache der häufigeren Undichtigkeit (Insuffizienz) liegt in Degeneration, Entzündungen und Durchblutungsstörungen (Ischämie) des Herzmuskels.

Während eine Mitralklappenstenose in vielen Fällen nur durch einen Klappenersatz therapiert werden kann, ist bei Vorliegen einer Insuffizienz die Rekonstruktion der Klappe die Therapie der Wahl. Ziel aller Rekonstruktionsmaßnahmen ist eine ausreichende Koaptationsfläche (Überlappungsfläche) zwischen dem vorderen und hinteren Segel zu erreichen. In den meisten Fällen erzielt der Operateur dies durch adaptierende Einzelnähte aus elastischem Fadenmaterial und eine Verstärkung des posterioren Anulus mit einem Halbring. Auf diese Weise kann eine praktisch komplette Dichtigkeit der Mitralklappe wiederhergestellt werden.

Die Freiheit von erneutem Operationen (Reoperationen) nach Rekonstruktion ist hoch und beträgt nach einer Statistik von Carpentier nach 10 Jahren 94% und nach 20 Jahren 92%.

(Quelle: MediClin Herzzentrum Lahr)

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Gast
Bravo!
#1 am 27.11.2016 von Gast
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