Von chinesischen Pflanzen und von Bienen

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Ziel des Forschungskonzeptes des Institutes für Pharmazie und Biochemie ist es, modernste naturwissenschaftliche Verfahren aus Molekularbiologie und Pharmakologie zu nutzen, um systematisch den gesamten Heilkräuterschatz der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu durchforsten. Sie isolieren und charakterisieren neue Wirkstoffe aus Medizinalpflanzen für Krebsformen, bei denen herkömmliche Medikamente versagen, um damit die Heilungschancen für Tumorpatienten zu verbessern.

Die Chancen in chinesischen Heilkräutern neue Wirkstoffe zu finden, ist unserer Ansicht nach besonders groß, da einerseits aktive Moleküle in Pflanzen von der Natur im Laufe der Evolution über Jahrtausende entwickelt worden sind, um sich gegen Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Protozoen) sowie Fressfeinde (Würmer, Insekten, pflanzenfressende Säugetiere) zur Wehr zur setzen. Da Pflanzen kein Immunsystem haben und bei Gefahr nicht weglaufen können, wurde ein Arsenal chemischer Abwehrstoffe (sogenannte sekundäre Metabolite) entwickelt, das diese Aufgaben übernimmt.

Die TCM weist auf eine 5000-jährige Geschichte auf und viele unwirksame Kräuter sind mit der Zeit wieder verloren gegangen sind. Die wirksamen Rezepturen sind jedoch mit großer Konstanz bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Daher ist die Suche nach neuen Wirkprinzipien in der TCM ihrer Ansicht nach besonders erfolgversprechend.

 

Honig und Gelée royal nutzt die Menschheit seit Tausenden von Jahren, z.B. zur Nahrung und auch zur Heilung von Wunden. Gelée royal werden Wunderkräfte zugeschrieben, da dieser Futtersaft eine befruchtete Eizelle innerhalb von nur 15 Tagen zur Bienenkönigin reifen lässt, während die gleiche Eizelle ohne entsprechende Zufuhr von Gelée royal ca. 24 Tage benötigt, um eine "phänotypisch reduzierte" Biene, die Arbeiterbiene, entstehen zu lassen (Epigenetik). Fast alle unterstellten sog. Wunderwirkungen von Gelée royal (sog. Jungbrunnen!) sind nicht nachgewiesen. Gezeigt werden konnten antibakterielle sowie zellstimulierende Wirkungen (z.B. Wundheilung). Gelée royal enthält mehr als 1000 verschiedene Inhaltsstoffe, interessant ist der Nachweis von sehr hohen Konzentrationen von Acetylcholin. Acetylcholin ist ein wichtiger Überträgerstoff (Neurotransmitter) im zentralen und peripheren Nervensystem und kommt zugleich in nahezu allen Zellen des Menschen vor; Honig enthält etwa 100fach weniger Acetylcholin als Gelée royal. Ein Teil der biologischen Wirkungen von Honig und von Gelée royal kann durch Acetylcholin erklärt werden.

Quelle: UniMedizin Mainz/YouTube

 

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