Der Demenz auf der Spur

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In der Bundesrepublik Deutschland leiden heute bereits etwa 1,2 Mio. Menschen an einer Demenz. Da Demenzen altersabhängige Erkrankungen darstellen, wird sich die Zahl demenzkranker Patienten im Zug der demografischen Entwicklung weiter erhöhen. Leider gehört Demenz zu den gesellschaftlich verdrängten Krankheiten.

Bei älteren Menschen handelt es sich meist um die Demenz vom Alzheimer Typ. Sie wird oft zu spät erkannt und nicht angemessen behandelt. Hilfen, mit denen sich das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern und die Folgen abmildern lassen, sind noch zu wenig bekannt.

Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung gewährt der Vortragsabend „Der Demenz auf der Spur". Können wir selbst die Widerstandsfähigkeit unseres Gehirns so stärken, dass wir womöglich um eine Demenz herumkommen? Der Antwort auf diese Frage nähert sich Univ.-Prof. Dr. Andreas Fellgiebel an. Er ist Leiter der Gedächtnisambulanz und Gerontopsychiatrie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz. Neben einem Überblick über das Krankheitsbild „Demenz und Alzheimer" wird er in seinem Vortrag die wichtige Rolle gehirneigener Widerstandsfähigkeit (Kompensationsmechanismen, „geistige Reserve") aufzeigen.

Prof. Falk Fahrenholz geht in seinem Vortrag auf Ursachen und Therapien der Alzheimer-Erkrankung ein. Insbesondere präsentiert er Forschungsprojekte zur kausalen Therapie der Krankheit. Einen anderen Zugang zum Thema offeriert Andreas Pitz. Er präsentiert seine Ausstellung „Kunst trotzt Demenz". Darin hat er Arbeiten von renommierten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern mit Kunstwerken von Demenzerkrankten kombiniert, die auf eindrückliche Art und Weise zum Ausdruck bringen, dass es trotz Demenz ein würdevolles Leben gibt und viele Betroffene über ungeahnte kreative Potentiale verfügen.

Quelle: UniMedizin Mainz/YouTube

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