Gonioskopie

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Das mit Kontakgel bedeckte Gonioskop wird auf die vorher betäubte Hornhaut aufgesetzt. Der Lichtstrahl wird u?ber einen im Gonioskop gekippt angebrachten Spiegel so umgelenkt, dass der Untersucher Einblick in den Kammerwinkel hat.

Nach Oberflächenanästhesie der Hornhaut wird das Gonioskop nach Goldmann mit Kontaktgel auf den Augapfel aufgesetzt. Der in der Goniolinse eingebaute Spiegel ist 62° geneigt und erlaubt den Einblick auf den gegenu?berliegenden Bereich des Kammerwinkels. Durch Drehen des Gonioskops um 360° kann der Kammerwinkel zirkulär unter beliebiger Vergrößerung an der Spaltlampe eingesehen werden.
Folgende Strukturen sind bei offenem Kammerwinkel einsehbar: das Trabekelmaschenwerk, als vordere Begrenzung die Schwalbe’sche Linie als Abgrenzung zur Hornhaut, und als hintere Abgrenzung der Skleralsporn. Nicht sichtbar ist der Schlemm’sche Kanal der hinter dem Trabekelmaschenwerk liegt. Bei engem oder verschlossenem Kammerwinkel, wie beim Glaukomanfall, ist das Trabekelband nicht einsehbar, da sich die Iris vor dieses wölbt bzw. anlegt.

Quelle: EyeExam/Medizinische Universität Wien

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