Intraossäre Infusion: Material (2007)

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In diesem Video lernen sie das Material des Sets, die verwendete Nadel sowie die Materialverbesserungen während der Validierungsphase kennen.

Die intraossäre Infusion ist eine spezielle Form der Infusion, bei der die Infusionslösung über einen intraossären Zugang direkt in das Knochenmark gelangt. Sie wird vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt, wenn eine intravenöse Infusion nicht möglich, bzw. kein geeigneter Zugang auffindbar ist.

Die Punktion erfolgt im Bereich des Tibiakopfes unterhalb der Epiphysenfuge an der Innenseite des Unterschenkels mit einer speziellen Kanüle. Bei richtiger Lage der Kanüle werden die eingebrachten Medikamente bzw. die Infusionslösung ohne Verzögerung vom venösen System resorbiert.

Es besteht die Gefahr der Einschleppung von Krankheitserregern in das Knochenmark und damit das Risko einer Osteomyelitis. Durch sorgfältige Desinfektion und geeignete Hygienemaßnahmen lässt sich das Risiko minimieren. Statistisch gesehen ist es sehr gering.

Bei falscher Lage der Kanüle kann es zum Austreten von Infusionslösung in das umgebende Gewebe kommen. Ebenso ist bei zu weit kranial gelegener Punktion eine Verletzung der Epiphysenfuge möglich.

Quelle: Institute für Medizinische Lehre (IML) der Uni Bern 

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