Tot oder doch lebendig?

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Der Film berichtet über den fälschlicherweise festgestellten Hirntod am Fall von Agnieszka.

In einer Studie der Universität Bonn, Abteilung Neurochirurgie heißt es, dass von 113 Probanden, die exakt nach den Regeln der Bundesärztekammer für hirntot erklärt waren, immerhin zwei überlebten.

Laut Bundesgesundheitsministerium ist bis heute aber kein solcher Fall belegt.

Ein Beitrag von Regina Breul und Silvia Matthies

Weiteres Video zum Thema: Wioletta - eine Hirntodfehldiagnose?

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Die Aussage zur Bonner Studie im Film sowie im Subtext ist und bleibt falsch, aus der Studie: "The standardised “brain death protocol” (two clinical examinations after 12 consecutive hours, performed by two independent and experienced physicians) including EEG was completed in N  =  25 patients (22.1%)." "The two survivors in our group belonged to the majority of patients in whom the end of life decision was based on prolonged observation of the patient, plus additional objective examinations, such as SSEPs, and on open staff discussions, which are an important factor in the decision process." Aus dem Case 2 ist ersichtlich, dass mindestens eine Patientin aufgrund des klinischen Gesamtbildes, nicht auf Basis der Hirntoddiagnostik, einer "end-of-life-decision" zugeführt wurde. In beiden Fällen wurde die Entscheidung darüber hinaus auf Grundlage des klinischen Verlaufs revidiert.
#3 am 30.05.2018 von Julian Englmeier (Student/in der Humanmedizin)
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Gast
So, wie der vorherige Kommentator es beschreibt ,stimmt es nicht . Nach der Studie von Schaller und Kessler überlebten zwei Patienten, die nach den Richtlinien der Bundesärztekammer eindeutig hirntot waren. Daran gibt es nichts zu deuteln. Warum man den Inhalt des Videos in Frage stellen muss, sollte von dem Kritiker genau analysiert werden . Mit dem Fall war ein bkannter Reha-Mediziner aus Polen intensiv befasst. Es liegt ein Auszug aus der Krankenakte vor, in dem das junge Mädchen als "tot" bezeichnet wurde. Dieser Befund wurde nachträglich in "schwer hirngeschädigt" abgeändert. Vielleicht wäre es sinnvoll , derartige Fälle systematisch zu erfassen um aus den Fehlern zu lernen, statt sie konsequent abzustreiten.
#2 am 25.01.2018 von Gast
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Gast
Ich empfehle mal allen interessierten die Originalarbeit von Herrn Prof. Schaller zu lesen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2563335/ Von den 113 Probanden sind nicht alle nach den Regeln der BÄK für hirntod erklärt worden, sondern gerade mal N=25. Es geht aber auch gar nicht primär um Hirntod, sondern um die Schwierigkeit, wann man als Neurochirurg die Entscheidung fällt bei einer schweren Hirnschädigung die Therapie nicht mehr fortzusetzen, einzuschränken oder einzustellen. Das wird aber nicht am Hirntod festgemacht. Braucht es auch gar nicht. Denn bei festgestelltem Hirntod braucht keine Entscheidung mehr über weitere Therapien getroffen werden. Somit wird hier mit einer falsch zitierten wissenschaftlichen Publikation der Uni Bonn die Aussage des Bundesgesundheitsministeriums in Frage gestellt. In Frage stellen muss man aber leider den Inhalt dieses Videos.
#1 am 17.03.2017 von Gast
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Arzt | Ärztin (Allgemeinmedizin)

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